Fraktur-KorrektorStartseiteEnglish

Häufige Fragen und Fehlerbehebung

Hier stehen die Meldungen und Situationen, die am häufigsten Fragen aufwerfen – jeweils mit dem nächsten Schritt. Was hier nicht steht, erklären die anderen Seiten der Hilfe; sie sind jeweils verlinkt.

Start und Installation

Windows meldet „Der Computer wurde durch Windows geschützt“. Das ist die übliche Warnung für Programme, die noch wenige Menschen heruntergeladen haben, kein Zeichen für ein Problem. Klicken Sie auf Weitere Informationen und dann auf Trotzdem ausführen – siehe Programm installieren.

Microsoft Edge lädt die Datei nicht herunter: Sie werde „nicht häufig heruntergeladen“. Auch das betrifft nur Programme, die noch wenige Menschen geladen haben. Klicken Sie in der Liste der Downloads (oben rechts) neben der Datei auf die drei Punkte …, dann auf Beibehalten, Mehr anzeigen und Trotzdem beibehalten.

Der Mac fragt, ob ich das aus dem Internet geladene Programm wirklich öffnen möchte. Das fragt er bei jedem Programm aus dem Internet einmal. Der Fraktur-Korrektor ist bei Apple geprüft und beglaubigt; klicken Sie auf Öffnen.

Der Mac sagt, das Programm wurde nicht geöffnet oder der Entwickler könne nicht überprüft werden. Bei der fertigen Fassung von der Veröffentlichungsseite sollte diese Meldung nicht erscheinen. Kommt sie doch (zum Beispiel bei einer selbst gebauten Fassung): Meldung mit Fertig bzw. OK schließen, dann Apfelmenü → Systemeinstellungen → Datenschutz & Sicherheit, ganz nach unten zu Sicherheit blättern und auf Dennoch öffnen klicken; die folgende Rückfrage mit Öffnen bestätigen. Der Knopf steht dort nur eine Weile nach dem Startversuch – fehlt er, das Programm noch einmal doppelklicken. Denselben Weg brauchen Sie für ScanTailor, siehe Werkzeuge installieren.

Windows fragt nach der Firewall-Freigabe. Beim gewöhnlichen Start fragt Windows nicht, denn das Programm ist dann nur auf Ihrem eigenen Rechner erreichbar. Die Nachfrage kommt nur, wenn Sie es mit der Option --lan für andere Geräte im Heimnetz gestartet haben. Erlauben Sie den Zugriff für private Netzwerke, sonst erreichen die anderen Geräte das Programm nicht. Ins Internet geht in keinem Fall etwas – siehe Auf dem Tablet lesen.

„Der Port 8765 ist belegt: ein anderes Programm benutzt ihn.“ Das Programm braucht auf Ihrem Rechner eine Adresse, und die hat bereits ein anderes Programm. Prüfen Sie zuerst, ob der Fraktur-Korrektor nicht schon läuft (Symbol im Infobereich der Taskleiste bzw. im Dock): Ein zweiter Doppelklick startet ihn nicht noch einmal, sondern zeigt nur das Fenster wieder. Ist es ein anderes Programm, beenden Sie es – oder starten Sie den Fraktur-Korrektor mit --port <nummer>, etwa --port 8766; die Adresse im Browser lautet dann http://localhost:8766.

Es geht kein Fenster auf. Öffnen Sie Ihren Browser und geben Sie http://localhost:8765 ein. Das Programm läuft – der Browser ist nur sein Fenster. Konnte es nicht starten, zeigt es stattdessen ein Meldungsfenster mit dem Grund.

Ich habe das Browserfenster geschlossen – läuft das Programm noch? Ja. Beenden Sie es über das Symbol im Infobereich der Taskleiste (Windows) oder im Dock bzw. in der Menüleiste (Mac); siehe Programm installieren. Ein Doppelklick auf das Programm holt das Fenster jederzeit zurück.

„Das Wörterbuch fehlt – der Ordner ‚dict‘ des Programms ist nicht vollständig.“ Die Wörterbücher gehören zum Programm; ohne sie kann es keine Wörter prüfen. Installieren Sie das Programm noch einmal. Beim Start aus dem Quelltext: den Ordner dict/ wiederherstellen oder ein eigenes Hunspell-Wörterbuch mit --dic <pfad> angeben (ohne die Endungen .dic/.aff).

Öffnen und Einlesen

„Das hat nicht geklappt.“ Beim Einlesen ist etwas schiefgegangen, womit das Programm nicht gerechnet hat. Hinter der Meldung steht unter Genauer: eine technische Angabe – oft mit dem Namen der Datei, an der es hing. Zwei Dinge helfen meistens:

„Die angegebene Datei bzw. der Ordner wurde nicht gefunden.“ Der Pfad stimmt nicht mehr – die Datei wurde verschoben oder umbenannt, oder ein USB-Stick oder Netzlaufwerk ist nicht angeschlossen. Suchen Sie die Datei mit dem Knopf Datei wählen … noch einmal heraus.

In der Bibliothek steht bei einem Buch „Ordner nicht gefunden“. Der Buchordner liegt nicht mehr dort, wo das Programm ihn kennt. Liegt er auf einem Stick oder Netzlaufwerk, schließen Sie es an. Haben Sie ihn verschoben: Klicken Sie auf Wo liegt es jetzt? … und zeigen Sie auf den neuen Ort – Titel und Arbeit bleiben, und andere Bücher, die mit umgezogen sind, findet das Programm gleich mit. Siehe Bücher verschieben.

„In diesem Ordner liegen keine Seitendateien (001.txt, 002.txt, …).“ Der Ordner ist kein Buchordner des Programms. Zeigen Sie mit Öffnen … stattdessen auf das PDF, die Bilder oder den Transkribus-Export; das Programm erkennt selbst, was es ist, und legt daraus ein Buch an – siehe Ein Buch öffnen.

„Die Fotos liegen im iPhone-Format HEIC vor …“ Das iPhone speichert Fotos gewöhnlich als HEIC, und das kann der Fraktur-Korrektor nicht lesen. Übertragen Sie die Fotos per Kabel auf den Rechner – in der Grundeinstellung wandelt das iPhone sie dabei in JPEG um – oder stellen Sie das iPhone vor dem nächsten Fotografieren um: Einstellungen → Kamera → Formate → Maximale Kompatibilität. Mehr dazu unter Bücher selbst fotografieren.

„Darin war weder PAGE-XML noch hOCR, ALTO oder Text zu finden.“ Der Export enthält nichts, was das Programm lesen kann. Aus Transkribus laden Sie das Ergebnis als PAGE XML herunter (nur damit stehen die Zeilen später neben dem Bild) – siehe Mit Transkribus arbeiten.

„Tesseract ist nicht installiert.“ Im fertigen Programm ist die Texterkennung enthalten. Die Meldung erscheint beim Start aus dem Quelltext oder wenn das Programm Tesseract nicht findet: Klicken Sie neben der Meldung auf Programm zeigen … und wählen Sie die Programmdatei, oder installieren Sie Tesseract – siehe Werkzeuge installieren. Bücher, die schon Text mitbringen (durchsuchbare PDFs, EPUB, Transkribus), lassen sich auch ohne Tesseract öffnen.

„Das Fraktur-Modell konnte nicht heruntergeladen werden.“ Im fertigen Programm ist das Modell dabei. Beim Start aus dem Quelltext lädt das Programm es beim ersten Einlesen einmalig herunter (5 MB) und legt es in Ihrem Benutzerordner ab; dafür braucht es einmal eine Internetverbindung. Stellen Sie die Verbindung her und versuchen Sie es noch einmal – danach geht es ohne.

„Für PDF-Dateien fehlt das Python-Paket PyMuPDF.“ Nur beim Start aus dem Quelltext: pip install pymupdf ausführen. Ordner mit Seitenbildern gehen auch ohne.

„Mehr als 999 Seiten – bitte das Buch teilen.“ Ein Buch hat im Programm höchstens 999 Seiten. Teilen Sie das PDF in zwei Teile (in jedem PDF-Programm möglich) und lesen Sie beide als eigene Bücher ein.

Die Ampel steht auf Rot. Der erkannte Text ist so schlecht, dass sich Korrigieren von Hand nicht lohnt. Meist liegt es an der Vorlage: Doppelseiten, schiefe oder gewölbte Seiten. Lassen Sie die Scans vorbereiten und den Text neu erkennen, oder nehmen Sie Transkribus – die Empfehlung unter der Ampel sagt, was in Ihrem Fall passt. Siehe PDF oder Bilder einlesen.

Es sind zwei Buchseiten auf einem Bild, oder die Seiten sind schief. Scans vorbereiten beim Buch in der Bibliothek teilt Doppelseiten und richtet schiefe Seiten gerade, mit Vorschau der Trennlinie. Das Ergebnis lassen Sie danach als neues Buch erkennen – siehe PDF oder Bilder einlesen.

Die Seitenbilder fehlen, es gibt nur Text. Klicken Sie beim Buch auf Seitenbilder hinzufügen und zeigen Sie auf den Bilderordner, das PDF oder ein anderes Buch, das die Bilder schon hat – siehe Ein Buch öffnen.

„Das geht nur an dem Rechner, auf dem das Programm läuft.“ Sie lesen über das Heimnetz von einem anderen Gerät aus mit. Bücher öffnen, einlesen oder vorbereiten kann man nur an dem Rechner, auf dem das Programm gestartet wurde. Lesen und korrigieren geht überall.

„Dieses PDF scheint nicht zu diesem Text zu gehören.“ Sie haben zu einem EPUB oder Textbuch ein PDF gewählt, dessen Wortlaut kaum mit dem Text übereinstimmt – vermutlich ein anderes Buch oder eine andere Ausgabe. Angelegt wurde nichts. Wählen Sie das richtige PDF, oder legen Sie das EPUB ohne Seitenbilder an – siehe Ein Buch öffnen.

„Dieses PDF wurde nicht mit dem Fraktur-Korrektor gesichert.“ Das PDF enthält keinen Arbeitsstand. Lesen Sie es mit Öffnen … ein wie jedes andere PDF.

„In diesem Buch stecken schon Korrekturen – es wird nicht ersetzt.“ Text neu erkennen lassen ersetzt das eben eingelesene Buch – aber nur, solange das Programm es selbst eingelesen hat und noch keine Arbeit darin steckt. Sobald Sie korrigiert oder ein Wort bestätigt haben, bleibt das Buch stehen. Lesen Sie das PDF stattdessen mit Öffnen … als neues Buch ein; das alte nehmen Sie bei Bedarf mit dem ✕ aus der Liste und löschen den Ordner von Hand.

Lesen und Korrigieren

Oben steht „(keine Bildzuordnung für diese Seite)“. Das Programm weiß für jede Zeile, wo sie im Seitenbild steht (Datei lines.json im Buchordner). Diese Zuordnung geht der Reihe nach: erste Textzeile – erste Bildzeile, zweite – zweite. Stimmt die Zahl der Textzeilen nicht mehr mit der Zahl der Bildzeilen überein, kann das Programm sie nicht mehr sicher zuordnen und lässt es lieber: Der Text bleibt lesbar und korrigierbar, aber das Bild wandert nicht mehr Zeile für Zeile mit. Ursachen:

Betrifft es nur eine Seite, hilft auch Seite ersetzen … in der Kopfleiste: Die Seite wird neu erkannt und bekommt dabei eine neue Zeilenlage – Ihre Korrekturen auf dieser Seite gehen dabei allerdings verloren (die vorige Fassung liegt in der Sicherung). Siehe Bedienung.

„Die Datei wurde inzwischen außerhalb geändert – Seite wird neu geladen.“ Die Textdatei der Seite sieht anders aus als das, was Ihr Browser zeigt – meist, weil sie gleichzeitig in einem Editor oder an einem zweiten Gerät bearbeitet wurde. Das Programm überschreibt dann nichts, sondern lädt die Seite neu. Wiederholen Sie die Korrektur. Sie dürfen die Textdateien jederzeit in einem Editor bearbeiten; drücken Sie danach im Programm R, damit die Seite neu geladen wird.

Fast alles ist rot. Dann passt das Wörterbuch nicht zum Buch. Drücken Sie D und lassen Sie die Rechtschreibung gelten, in der das Buch gedruckt ist (vor 1901: „Thür“, „giebt“; 1901–1996: „daß“; danach: „dass“). Das Fenster zeigt, wie viele rote Wörter es vorher und nachher gibt. Namen und Orte bestätigen Sie einmal mit F8 – das gilt dann für das ganze Buch. Siehe Bedienung.

Die Seitenzahl in der Kopfzeile ist rot. Sie passt nicht zu den Nachbarseiten – die Texterkennung liest in Fraktur gern „16“ als „46“. Der Hinweis nennt die Zahl, die dort stehen müsste; Leertaste und Enter berichtigen sie wie ein Wort.

Die Seitenzahlen stehen unten auf der Seite – muss ich sie in die Kopfzeile eintragen? Nein. Trägt ein Buch seine Seitenzahlen durchgehend unten, erkennt das Programm sie dort von selbst – auch mit etwas Rauschen vom Seitenrand daneben – und nimmt sie für Notizen und das Inhaltsverzeichnis. Seiten ohne Zahl (Kapitelanfänge, Tafeln) bekommen die Zahl, die sich aus den Nachbarseiten ergibt.

Zeilen sind orange umrandet, oben steht eine Zahl. Nach dem Zusammenführen zweier Arbeitsstände wurden diese Zeilen an beiden Rechnern verschieden berichtigt. Z springt zur nächsten, 1 behält die hiesige Fassung, 2 nimmt die andere – siehe Ein Buch als PDF sichern.

Das erste Öffnen dauert lange. Beim ersten Mal prüft das Programm jedes Wort des Buchs gegen das Wörterbuch; das kann bis zu einer Minute dauern. Danach sind die Ergebnisse gespeichert, und es geht schnell.

Ich habe eine Serienkorrektur falsch gemacht. U im Lesemodus nimmt die letzte Serie zurück; Zeilen, die Sie seither von Hand geändert haben, bleiben. Jede einzelne Änderung steht außerdem in korrekturen.log im Buchordner.

Texterkennung und Wörterbücher

Tesseract oder Transkribus? Tesseract ist eingebaut, kostenlos und läuft auf Ihrem Rechner; Transkribus ist ein Internetdienst mit meist besserer Fraktur-Erkennung, lohnt aber vor allem bei schwierigen Vorlagen. Die Abwägung steht unter Mit Transkribus arbeiten.

Das Buch ist in Antiqua, nicht in Fraktur. Beim Einlesen wählen Sie die Schrift; für Antiqua nimmt das Programm ein anderes Modell. Ein Buch, das beide Schriften mischt, lesen Sie mit der Schrift ein, die überwiegt.

Ein Wort ist richtig, aber rot. F8 merkt es sich für das ganze Buch (Whitelist, mit W einsehbar). Gängige Abkürzungen, mehrfach vorkommende Siglen und längere Wörter, die mindestens dreimal im Buch stehen, gelten ohnehin – siehe Bedienung.

Kann ich ein eigenes Wörterbuch verwenden? Ja, für die Rechtschreibung von 1901–1996: ein Hunspell-Wörterbuch (.dic und .aff) über --dic <pfad> oder den Eintrag "dic" in der Datei config.json im Ordner .fraktur-korrektor Ihres Benutzerordners – siehe Werkzeuge installieren.

Zusammenarbeit und Sichern

Wie sichere ich meine Arbeit? Jede Korrektur ist sofort gespeichert. Kopieren Sie von Zeit zu Zeit den ganzen Buchordner (wo er liegt, steht unter Programm installieren), oder sichern Sie das Buch als PDF – eine Datei mit Bildern, Text und Arbeitsstand: Ein Buch als PDF sichern.

Ich möchte an zwei Rechnern arbeiten. Als PDF sichern, am anderen Rechner mit Öffnen … einlesen, dort weiterarbeiten, wieder sichern. Zurück am ersten Rechner erkennt das Programm das Buch wieder und empfiehlt Aktualisieren oder – wenn an beiden Stellen korrigiert wurde – Zusammenführen. Siehe Ein Buch als PDF sichern.

„Dieses Buch lässt sich nicht aus dem PDF aktualisieren.“ Hier wurde seit dem Sichern weitergearbeitet, oder es ist ein anderes Buch. Wählen Sie Zusammenführen, wenn das Programm es anbietet, sonst legen Sie das PDF als neues Buch an.

Kann jemand anders vom eigenen Gerät aus mitlesen? Geht es auf dem iPad? Ja, im selben Heimnetz: Starten Sie das Programm mit der Option --lan; die Adresse für die anderen Geräte steht beim Start. Es gibt keinen Passwortschutz, darum nur im eigenen Netz verwenden. Bücher hinzufügen geht nur am Rechner selbst. Auf dem Tablet bedienen Sie alles mit dem Finger – siehe Auf dem Tablet lesen.

Auf dem iPad passiert bei „Notiz“ nichts, oder Safari meldet eine ungültige Adresse. Der Zettel soll in Obsidian auf dem iPad entstehen, aber Obsidian ist dort nicht installiert oder kennt den Vault nicht unter diesem Namen. Tippen Sie auf ☰ → Notizen und nehmen Sie den Haken bei Stattdessen Obsidian auf diesem Gerät öffnen weg – dann schreiben Sie die Anmerkung im Programm, und der Zettel entsteht am Rechner. Das empfehlen wir ohnehin (siehe nächste Frage).

Obsidian auf dem iPad öffnet sich, zeigt aber nur die zuletzt geöffnete Notiz statt des neuen Zettels. Das ist ein Fehler in Obsidian auf dem iPad (Stand Oktober 2026): Läuft Obsidian nicht schon im Hintergrund, übergeht es den Auftrag des Programms, und der Zettel entsteht nicht. Wir empfehlen darum, Zettel am Tablet über den Rechner anzulegen: unter ☰ → Notizen den Haken bei Stattdessen Obsidian auf diesem Gerät öffnen weglassen. Sie schreiben die Anmerkung dann im Programm, der Zettel entsteht zuverlässig am Rechner und kommt mit Obsidian Sync aufs Tablet.

Darf ich die Textdateien in einem anderen Programm bearbeiten? Ja, jederzeit; das Programm liest geänderte Dateien von selbst neu (R lädt die Seite neu). Zwei Dinge beachten: Jede Zeile muss eine Zeile bleiben, sonst geht die Bildzuordnung verloren (siehe oben), und solche Änderungen stehen nicht im Korrekturprotokoll – beim Zusammenführen zweier Arbeitsstände kommen sie deshalb nicht mit.