Ein Buch als PDF sichern
Ein Buch des Fraktur-Korrektors ist ein Ordner mit vielen Dateien: Seitenbilder, eine Textdatei je Seite, Ihre Wortliste, das Lesezeichen, das Protokoll Ihrer Korrekturen. Um ein Buch mitzunehmen – auf den Laptop, zu einem Kollegen, in eine Sicherung –, packt das Programm alles in eine einzige PDF-Datei.
Was in dem PDF steckt
| Seitenbilder | Jede Buchseite ist eine PDF-Seite, das Bild unverändert – nichts wird neu berechnet oder verkleinert. |
| Der Text | liegt unsichtbar über dem Bild, Zeile für Zeile an der richtigen Stelle. In jedem PDF-Reader können Sie damit suchen, Text kopieren oder sich das Buch vorlesen lassen – mit Ihren Korrekturen. |
| Inhaltsverzeichnis | Die Überschriften, die Sie mit H ausgezeichnet haben, stehen im Inhaltsverzeichnis des PDFs (in der Seitenleiste des PDF-Readers, oft „Lesezeichen“ genannt) – ein Klick springt zum Kapitel. |
| Ihr Arbeitsstand | hängt als Anhang fraktur-korrektor.zip im PDF: die Texte aller Seiten, die Lage der Zeilen im Bild, die markierten Abbildungen, Wortliste, Lesezeichen, Korrekturprotokoll, Erscheinungsjahr und Rechtschreibung. Acrobat und Firefox zeigen den Anhang in der Seitenleiste; andere Reader lassen ihn einfach unbeachtet. |
Das PDF lässt sich also mit jedem Programm lesen, das PDF kann – und der Fraktur-Korrektor macht daraus wieder ein Buch, in dem Sie genau dort weiterarbeiten, wo Sie aufgehört haben.
So sichern Sie
- In der Bibliothek beim Buch auf Als PDF sichern klicken – oder in der Leseansicht oben auf Sichern … und dort auf Als PDF sichern.
- Das PDF kommt in den Ordner, in dem auch der Buchordner liegt. Soll es gleich auf einen USB-Stick oder in einen Cloud-Ordner, wählen Sie dort einen anderen Ordner.
- PDF schreiben. Bei einem Buch mit 300 Seiten dauert das wenige Sekunden. Danach zeigt das Programm, wo die Datei liegt, und öffnet auf Wunsch den Ordner.
Das PDF heißt wie das Buch. Sichern Sie dasselbe Buch später noch einmal an dieselbe Stelle, wird das alte PDF ersetzt – es stammt ja vom selben Buch. Eine fremde Datei gleichen Namens wird nie überschrieben; dann heißt das neue PDF „… (2).pdf“.
So lesen Sie es auf einem anderen Rechner ein
- Fraktur-Korrektor starten, Öffnen …, das PDF wählen.
- Das Programm erkennt den Anhang und zeigt „gesichertes Buch (PDF)“ mit Datum und Zahl der Korrekturen.
- Buch übernehmen legt das Buch im Bücherordner an – mit Seitenbildern, Text, Wortliste und Lesezeichen – und trägt es in die Bibliothek ein.
Gibt es dort schon ein Buch dieses Namens, entsteht ein zweites mit dem Zusatz „(2)“; nichts wird überschrieben.
Auf zwei Rechnern arbeiten: das Buch aktualisieren
Der übliche Ablauf: am PC begonnen, als PDF gesichert, am Laptop eingelesen und dort weitergearbeitet, wieder gesichert – und zurück am PC soll es im vorhandenen Buch weitergehen, nicht in einer Kopie „(2)“.
Das Programm erkennt beim Öffnen des PDF, dass dasselbe Buch schon in der Bibliothek liegt (jedes Buch trägt eine feste Kennung, die im PDF mitreist), und sieht nach, ob hier seit dem Sichern etwas geschehen ist:
- Nichts geschehen – alles, was hier im Korrekturprotokoll steht, steht auch im PDF: Dann lautet die Empfehlung
Vorhandenes Buch aktualisieren. Das Buch bekommt Text, Seitenbilder, Wortliste, Lesezeichen und Protokoll
aus dem PDF; die bisherige Fassung wird vorher gesichert (
vorher-<Datum>.zip, zurückzuholen über Frühere Fassung). Wer lieber ein zweites Buch möchte, wählt das daneben. - An beiden Stellen weitergearbeitet – hier wie dort neue Korrekturen: Dann lautet die Empfehlung Zusammenführen. Das Programm spielt die Änderungen aus dem PDF auf das vorhandene Buch nach, Zeile für Zeile – Korrekturen, geteilte und verbundene Zeilen, Fußnotenstriche –, vereinigt die Wortlisten und übernimmt das Lesezeichen, das weiter hinten liegt. Ihre hiesigen Korrekturen bleiben. Seitenbilder kommen nur für Seiten, die hier keines haben. Auch hier wird die bisherige Fassung vorher gesichert. Am Ende sagt das Programm, wie viele Änderungen es übernommen hat und wie viele Zeilen Sie ansehen müssen.
Zeilen ansehen: Wurde dieselbe Zeile an beiden Stellen anders berichtigt, entscheidet das Programm nicht
selbst. Die hiesige Fassung bleibt stehen, die Zeile ist in der Leseansicht orange umrandet, und oben in der
Kopfleiste steht, wie viele solcher Zeilen es gibt. Die Taste Z springt zur nächsten und zeigt beide Fassungen:
1 behält die hiesige, 2 übernimmt die vom anderen Rechner, Esc verschiebt die Entscheidung. Wurde eine
Zeile dort geteilt oder verbunden, hier aber inzwischen anders berichtigt, zeigt das Programm, was dort geschah,
und Sie erledigen es bei Bedarf mit den gewohnten Tasten.
Zusammengeführt werden die Änderungen, die das Programm selbst festgehalten hat (Korrekturprotokoll). Was in einem anderen Editor direkt in den Textdateien geändert wurde, kennt es nicht: Beim Aktualisieren ersetzt der Stand aus dem PDF auch das (es liegt dann nur noch in der Sicherung), beim Zusammenführen bleibt es hier erhalten, kommt aber vom anderen Rechner nicht mit.
Was Sie wissen sollten
- Das PDF ist etwa so groß wie der Buchordner – die Seitenbilder machen den Löwenanteil aus.
- Der unsichtbare Text sitzt zeilengenau: Beim Suchen springt der Reader zur richtigen Zeile, die Markierung beim Ziehen mit der Maus trifft aber nicht jedes Wort genau.
- Ein Buch ohne Seitenbilder (etwa aus einem EPUB) bekommt Seiten mit sichtbarem Text.
- Zum Lesen auf E-Book-Reader, Tablet oder Handy gibt es Als E-Book sichern; dort lässt sich das PDF gleich daneben sichern.
- Nach dem Zusammenführen enthält das Korrekturprotokoll auch die Einträge vom anderen Rechner. Sichern Sie danach wieder als PDF und lesen es dort ein, genügt dort das einfache Aktualisieren – so pendelt ein Buch beliebig oft zwischen zwei Rechnern.